Es gibt sie, diese einmaligen Erlebnisse | Zum Beispiel heute Morgen auf der Chor-Empore im Dom zu Brixen

Ich hatte heute in der Früh die Ehre und das Vergnügen zusammen mit meinen Freundinnen und Freunden des Brixner Chors “Novantiqua” das Rorate im Dom zu Brixen mitzugestalten.

Ich bin erst seit kurzem beim Chor und sehr begeistert von dieser Form des Musizierens. Es ist faszinierend, wie aus einigen Noten Harmonien und Akkorde entstehen und welche Vielfalt der Interpretation unser Chorleiter Hannes Knollseisen aus den rund vierzig zum Großteil sehr guten Sängerinnen und Sängern herausholt.

Heinrich Walder an der Orgel im Dom zu Brixen

Erstmals am Chor des Domes hat mich die Würde dieses Ortes stark in Beschlag genommen. Und dann war da auch Domchorleiter und Organist Heinrich Walder, der einige Orgelstücke spielte, teilweise auch als Vorspiel für unseren Chorgesang.

Nach der Kommunion hat Heinrich Walder ein Musikstück gespielt, das mich sehr ergriffen hat: Ich wusste, dass es etwas von Philipp Glass gewesen sein musste, später erfuhr ich von Heinrich Walder, dass er aus dem Gedächtnis einen Teil aus “Mad rush” gespielt hatte. Es war einfach umwerfend und ich frage mich, wieso Philipp Glass nicht öfter in Kirchen gespielt wird, zumal seine Musik auf den ganzen Menschen wirkt und eine Ahnung von Transzendenz aufkommen lässt.

Ich habe hier eine Aufnahme des Stücks gefunden, das vom 1970 in Tallinn (Estland) geborenen Aare-Paul Lattik gespielt wird.

Die Tonqualität ist mäßig, es fehlt auch der räumliche Eindruck, den diese Musik braucht, um in ihrer ganzen Kraft wahrgenommen zu werden. Für mich war dieses kurze Stück Musik von heute Morgen auf jeden Fall ein nachhaltiges Erlebnis, für das ich Heinrich Walder danke.

About these ads