Zynismus in Reinkultur | Uran-Munition tötet kurz-, mittel- und langfristig

Februar 2009 – in München tagte gerade der Weltsicherheitsgipfel – erschien in der Süddeutschen Zeitung ein Artikel von Claus Biegert, der sich unter dem Titel „Eine Frage der Ächtung“ mit dem Einsatz von Uran-Munition beschäftigte.

Der bekannte Journalist und Menschenrechtsaktivist beschrieb darin den Stand des Ächtungsprozesses der mit abgereichertem Uran 238 hergestellten panzerbrechenden Geschosse, die laut übereinstimmenden Berichten von Ärzten, Forschern und Militärexperten nicht nur bei Soldaten für signifikant höhere Krebsraten sorgen, sondern auch bei der Zivilbevölkerung. Dies sowohl am Balkan, wo die NATO die Geschosse einsetzte als auch im Irak, wo die zerschossenen und verstrahlten Panzer noch immer herumstehen, vor allem in der Gegend von Basra.

Uran-Munition-Folgen
Das sind die Folgen des Einsatzes von Uran-Munition. Die NATO bestreitet das und verwendet sie weiter.

Ich habe in meinem Blog schon über das Thema berichtet, als Claus Biegert auf Einladung von Sepp Kusstatscher MdEP in Bozen war und auch der schockierende Film von Frieder Wagner gezeigt wurde (zum Beitrag im Blog: Zynismus in Reinkultur | Abgereichertes Uran in Kriegsmunition).

Claus Biegert hat mir damals eine Kopie des Films „Der Arzt und die verstrahlten Kinder von Basra“ übergeben, die ich gerne an Interessierte weiterverleihe. Der Film verlangt aber starke Nerven, denn es ist schwer zu ertragen, mitzuerleben, welch Elend die Familien befällt, wenn unvorstellbar mißgebildete Kinder auf die Welt kommen. Die Kinderkrebsrate in Basra war zum Zeitpunkt der Dreharbeiten für den Film zehn Mal höher als der Schnitt im Rest der Welt.

Die NATO erklärt das Thema zum Tabu und blockiert die WHO. Wie und warum erklärt Claus Biegert im Artikel, den ich hier anhänge.

SZ 7-8.02.09 Biegert Uranmunition

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