ZEIT online: Wege zu mehr Gerechtigkeit | Wohl eher sozialpolitische Flickschusterei…

Im interessanten Artikel auf ZEIT online legen Heinz Buschkowsky, Gustav A. Horn, Hans-Werner Sinn und Nikolaus Schneider ihre Ideen dar, wie Deutschland Gesellschaft gerechter werden kann und die zunehmende Schieflage bei der Chancengleichheit ins Lot kommt.

Beim Neuköllner Bürgermeister Heinz Buschkowsky gefällt mir der drastische Praxisbezug und die klare Position in zentralen Verteilungsfragen. Gustav A. Horns Analyse ist treffend und er grenzt die Verantwortung für das aktuelle soziale Desaster sehr deutlich bei Banken, Spekulanten und diesen zuarbeitenden Politikern ein. Hans Werner Sinn sieht das größte Gerechtigkeitsdefizit bei der Rolle der Mütter in der Gesellschaft. Nikolaus Schneider plädiert für mehr Gemeinsinn und eine bessere Rentenausstattung.

Allen vier Beiträgen ist gemein, dass sie keine Paradigmenwechsel fordern, sondern kleine Eingriffe bei wichtigen gesellschaftlichen und sozialpolitischen Stellschrauben. Mir ist das zu wenig, denn unsere Sozialsysteme sind von Grund auf morsch und können keine Zukunft mehr tragen.

Aber es ist schon was wert, wenn zumindest die Analysen immer realitätsnäher werden. Das schafft den Boden für wirkliche Innovationen in den Sozialpolitik. Eine solche wäre für mich das Bedingungslose Grundeinkommen, das bezeichnender Weise in keinem der vier Beiträge vorkommt.

(ZEIT online – auf das Bild klicken, um zum Artikel zu gelangen)

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