Urban gardening als soziale Stadtskulptur*: Der Prinzessinengarten in Berlin | Eine neue Qualität für Stadt und Gemeinschaft

Weltweit nehmen die Menschen auf eine neue Art Besitz vom städtischen Umfeld: Sie schließen sich zusammen und legen auf Plätzen, in Parks, in Industrieruinen und Hinterhöfen gemeinschaftlich betreute Nutzgärten an und geben dem städtischen Leben auf diese Weise eine vollkommen neue Qualität.

Die Sozialwissenschaften und die Institutionen der Sozialpolitik verfolgen fasziniert, was da passiert: Neben Subsistenz-Aspekten gibt es vor allem eine Reihe von sozialen Interaktionen – auch und vor allem zwischen gesellschaftlichen Randgruppen – die den Kern einer neuen Form von Solidarökonomie und einer neuen Interpretation von städtischen Gemeinschaftsleben bereiten.

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Hier ein interessanter Film über den Prinzessinengarten am Moritzplatz in Berlin. Er wurde von der Stiftungsgemeinschaft „Anstiftung & ertomis“ produziert und kann auf ihrem Youtube-Kanal angesehen werden. Oder hier:

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Zum Begriff „Soziale Plastik/Skulptur“
* Die Soziale Plastik, auch genannt die soziale Skulptur, ist eine spezifische Definition eines erweiterten Kunstbegriffs des deutschen Künstlers Joseph Beuys. Beuys nutzte die Begriffe, um damit seine Vorstellung einer gesellschaftsverändernden Kunst zu erläutern. Im ausdrücklichen Gegensatz zu einem formalästhetisch begründeten Verständnis schließt das von Beuys propagierte Kunstkonzept dasjenige menschliche Handeln mit ein, das auf einer Strukturierung und Formung der Gesellschaft ausgerichtet ist. Damit wird der Kunstbegriff nicht mehr nur auf das materiell fassbare Artefakt beschränkt (Wikipedia, Barbare Lange, in: Hubertus Butin: DuMonts Begriffslexikon zur zeitgenössischen Kunst, S. 276)

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