Sind die Politiker so? | Sie sind so!

Der österreichische EU-Parlamentarier und ehemalige Minister Ernst Strasser ist Journalisten in die Falle gegangen. Sie boten ihm Geld dafür an, dass er sich für einen Änderungsantrag bei einer Finanzmarktverordnung stark macht.

Strasser urgierte in der Folge den Änderungsantrag (dazu gibt es einen ausführlichen Schriftwechsel), allerdings ohne Erfolg.

Dass Strasser eine bedenkliche Verquickung zwischen Politik und Wirtschaftsinteressen verkörpert, ist allerdings nicht neu. Vielleicht ist es auch der Grund dafür, dass Strasser von seinen mächtigen Freunden in der ÖVP nach Europa entsorgt und dem als integer geltenden Polit-Profi Othmar Karas vor den Latz geknallt wurde.

Schon 2009 ist – vor den EU-Wahlen – ein Video auf Youtube geladen worden, das einen Teil der Interessen-Gemengelage von Ernst Strasser aufzeigt. Es ist also nicht so, dass hier ein naiver Hinterbänkler von kriminellen Journalisten übertölpelt wurde, nein, Strasser kennt das Instrumentarium des Hintenrum aus dem FF.

Unter den Firmen, die im Video genannt werden und an denen Strasser auch beteiligt ist, befindet sich auch die Firma Hofherr Communication. Diese hat die Pro-BBT-Kampagne der Nordtiroler Bürgermeister betreut. Und: das Land Tirol hat den „Protest“ der Bürgermeister mit einem sechsstelligen Betrag gefördert.

Näheres über die wohltätige Wirkung der Fa. Hofherr Communication weiß der brillant gemachte Aufdeckungsblog www.dietiwag.org, wo man auch sonst noch von so mancher Sauerei erfährt, die nördlich des Brenners über die Bühne geht.

Aber nun zum Video, das Strasser als mit allen Wassern gewaschenen Abzocker entlarvt:

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