„Danger zones of Europe“ | Hannes Obermair über den Historiker John Sturge Stephens

Der Historiker und Leiter des Bozner Stadtarchivs Dr. Hannes Obermair hat bei den Kulturtagen Lana 2010 einen interessanten Vortrag über den weitgehend in Vergessenheit geratenen englischen Historiker  John Sturge Stephens (1891 – 1954) gehalten.

John Sturge Stephens hat sich in Vorbereitung auf einen 1928 in der mittelenglischen Stadt Rugby  bei den „Merttens Lectures on War and Peace“ gehaltenen Vortrag intensiv mit der Rolle von Minderheiten im teilweise bereits etablierten oder gerade stark zunehmenden Faschismus in Europa beschäftigt und auch die Lage in Südtirol unter die Lupe genommen und seine prinzipielle Ablehnung des Faschismus auch mit der Art und Weise begründet, mit der faschistische Regimes mit Minderheiten umgehen.


Der englische Historiker John Sturge Stephens, der sich kritisch mit dem Vordringen des Faschismus und dessen Umgang mit Minderheiten beschäftigte in einer Aufnahme, die zwischen 1920 und 1925 entstanden sein dürfte (Quelle: Hannes Obermair)

Hannes Obermair hat den Vortrag im Nachgang zu den Kulturtagen Lana 2010 weiter bearbeitet und in schriftlicher Form vorgelegt und ich danke für dessen Überlassung und die Erlaubnis, ihn hier zu veröffentlichen.

(auf das Bild klicken, um zum Vortrag von Hannes Obermair zu gelangen – PDF)

Im Vortrag analysiert Obermair genau und fundiert den Hintergrund und die Person John S. Stephens und die Entstehung seines einzigen bekannten Werks „Danger Zones of Europe“. Allerdings kommt mir etwas zu kurz, was Stephens, der seine Informationen über die Lage in Südtirol maßgeblich über einen Schriftwechsel mit dem Südtiroler Abgeordneten zum italienischen Parlament Paul von Sternbach bezog, nun spezifisch zur Entwicklung in unserem Land zu sagen wusste.



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