Der Leserbrief des Jahres | Georg Lezuos Ansichten zum Freistaat in der „FF-Südtiroler Wochenmagazin“

(Quelle: FF-online)

Wenn es bereits in Südtirol in seinem heutigen Zustand als mutige Tat gilt, Gedanken, die den Mächtigen nicht genehm sind, offen auszusprechen; wenn mir wohlmeinende Menschen davon abraten, mich als Lehrer über Führungsstil und Entscheidungen innerhalb der lokalen Schulhierarchie auszulassen; wenn man nicht allzu selten herbem, respektlos Spott ausgesetzt ist, weil Akzent und Tonfall das Hochdeutsch als Erstsprache verraten, dann frage ich mich: Wie wird es sein, wenn derart kleinkarierte, intolerante Spießer unumschränkte Herren im kleinen, engen, kontrollierbaren Land wären?

Ein solcher Freistaat ähnelte eher einem Gruselkabinett, ja einer Hölle auf Erden. Sollte es in der Tat zur Entstehung eines Freistaates kommen, täte ich womöglich etwas, womit ich in jüngeren Jahren in meinen Gedanken gespielt habe: Ich würde meine Koffer packen und mir für den Rest meines Lebens anderswo eine Bleibe suchen. Irgendwo, wo ich mich frei fühlen würde.

Georg Lezuo, Bozen

Lieber Georg, Du hast den Nagel millimetergenau auf den Kopf getroffen!

4 Kommentare zu „Der Leserbrief des Jahres | Georg Lezuos Ansichten zum Freistaat in der „FF-Südtiroler Wochenmagazin“

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