Europa schafft sich ab | Dirk Schümer liefert die stimmige Beschreibung einer brandgefährlichen Lage

In der FAZ online ist vor zwei Tagen ein bemerkenswerter Kommentar von Dirk Schümer erschienen. Unter dem Titel „Postdemokratie: Europa schafft sich“ ab geht Schümer auf die momentane demokratiepolitische Situation ein und benutzt dabei den zentralen Begriff der Postdemokratie, ohne sich im Kommentar auf dessen Schöpfer, Colin Crouch, zu beziehen.

Schümers Analyse ist schonungslos und hart, entspricht aber leider den Tatsachen: Die wichtigsten Entscheidungsträger auf EU-Ebene sind demokratisch nicht legitimiert, zwei Ministerpräsidenten – ehemalige Banker – wurden quasi kommissarisch eingesetzt. Die Parlamentarier sehen sich mit der Situation konfrontiert, dass im politischen Alltag vieles an der Frage der Finanzierung scheitert, während praktisch über Nacht Dutzende Milliarden in Bewegung gesetzt werden können, um irgendwelche abstrakten Rettungsschirme aufspannen oder Garantiefonds errichten zu können, von denen sich bisher lediglich herausgestellt hat, dass sie für Banken wie Selbstbedienungsmanna wirken.

Leider, leider, muss man sagen: Dirk Schümer hat ganz einfach Recht. Ich habe das Wort „leider“ nicht verwendet, weil ich es Schümer nicht gönnen würde, Recht zu haben. Es ist vielmehr zu bedauern, dass wir uns in einer extrem gefährlichen Situation befinden, deren Tragweite die meisten nicht abschätzen können.

(Quelle: FAZ online, auf das Bild klicken, um zum Artikel zu gelangen)

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