„Von der katholischen Gesellschaft zum Familienbetrieb“ | Leo Hillebrand über den Aufstieg der Ebners innerhalb der Athesia-Hierarchie

Auf der Facebook-Seite „PiratenPlauderBucht“ wurde in den letzten Tagen intensiv über die Übernahme von SüdtirolNews durch die Athesia diskutiert. Vielen SüdtirolerInnen ist die Arroganz und die mediale Übermacht der Athesia/Dolomiten-Gruppe schon lange ein Dorn im Auge, alles was im Medienbereich irgendwie emporkommt wird entweder gnadenlos und mit gemeinen Untergriffen bekämpft (Beispiel Vinschgerwind) oder gekauft (auch Beispiel Vinschgerwind oder jetzt eben SüdtirolNews).

Über die Geschichte des Medienhauses Athesia ist vor einiger Zeit ein sehr aufschlussreicher Artikel im „SKOLAST“ erschienen. Unter dem Titel „Von der katholischen Gesellschaft zum Familienbetrieb“ gibt Leo Hillebrand darin einen sehr guten Überblick über wichtige Abschnitte der Athesia-Unternehmensgeschichte und beleuchtet den Aufstieg der Familie Ebner auch recht kritisch.

(Quelle: SKOLAST, auf das Bild klicken um das PDF mit dem Artikel von Leo Hillebrand herunterzuladen)
Ein Bild aus der Athesia-Story im Skolast: Toni Ebner sen. im Gespräch mit Bischof Gargitter (links sitzt Bürgermeister Pasquali). Das Verhältnis zwischen dem Bischof und dem Athesia-Direktor war gespannt, da Gargitter feststellen musste, dass Toni Ebner durch die Gamper-Anteile in der Lage war, ein eigenes Athesia-Süppchen zu kochen.

Ich habe mich in den letzten Jahren intensiv mit dem Machenschaften im Haus Athesia beschäftigt und auf meinem alten Blog einiges an interessanten Dokumenten und Informationen zusammengetragen. Vor allem die unorthodoxen Methoden von Direktor Ebner im Umgang mit Anteilseignern, die Athesia-Pakete vererbt bekommen hatten und denen die Ausübung der Eigentumsrechte teilweise über Jahrzehnte vorenthalten worden wurde, standen immer wieder im Mittelpunkt der Berichterstattung – natürlich nicht im Tagblatt „Dolomiten“.

Diese Machenschaften sind auch der Schlüssel zum Umstand, dass sich die Athesia jahrelang geweigert hatte, ihr Aktionärsverzeichnis vorzulegen, wie dies vom Gesellschaftsrecht vorgesehen ist.

Erst als Michl Ebner nach seinem Ausstieg aus der aktiven Politik ein öffentliches Amt suchte, dem man mit Hilfe der eigenen Medien erhebliche Sichtbarkeit geben konnte und er Handelskammerpräsident werden wollte, beugte er sich dem Recht und legte die Aktionärsstruktur offen.

Auf meinem früheren Blog gibt es ein ausführliches ATHESIA-Dossier.

(Quelle: Markus-Lobis-Blog, auf das Bild klicken, um zum Dossier zu gelangen)

Ich denke, dass Michl Ebner den Bogen überspannt hat und dass es Zeit ist, dass die Südtiroler Zivilgesellschaft ihm zu verstehen gibt, dass diese unglückselige Verquickung zwischen Politik, Medien- und Wirtschaftsmacht nicht länger toleriert wird.

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Ein Kommentar zu „„Von der katholischen Gesellschaft zum Familienbetrieb“ | Leo Hillebrand über den Aufstieg der Ebners innerhalb der Athesia-Hierarchie

  1. Kannst Du Deinen Feind nicht besiegen, verbünde Dich mit ihm. Weiß leider im Moment nicht, von wem dieses Zitat stammt, aber dass es keine Veränderungen auf südtirolnews gibt, glaub ich nicht

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