Drei bemerkenswerte Statements bei den Alpbach Talks in der Wiener Hofburg | Karel Schwarzenberg, Christian Felber und Tomas Sedlacek

Der tschechische Außenminister Karel Schwarzenberg hat am 8. März 2012 im Rahmen der „Alpbach Talks“ in der Wiener Hofburg mit den beiden Autoren Christian Felber („Gemeinwohl-Ökonomie“) und Tomáš Sedláček („Die Ökonomie von Gut und Böse“) diskutiert.

Beide liefern in ihren Büchern neue spannende Ideen für die längst überfällige finanz- und wirtschaftspolitische Kehrtwende. Im Austausch mit Karel Schwarzenberg wurden diese vorgestellt und kritisch beleuchtet.

Hier die Statements von Karel Schwarzenberg, der sehr kritisch mit den Politikern ins Gericht geht, Christian Felber, der sehr gut und prägnant die Grundpfeiler der Gemeinwohlökonomie herausarbeitet und Tomas Sedlacek, der mit umwerfender Einfachheit – wie es wohl nur Amerikaner können – darlegt, warum heute alles aus dem Ruder läuft:

Wer auch die Podiumsdiskussion anhören möchte, findet alle Audiofiles einzeln auf der homepage des Forum Alpbach.

 

Advertisements

2 Kommentare zu „Drei bemerkenswerte Statements bei den Alpbach Talks in der Wiener Hofburg | Karel Schwarzenberg, Christian Felber und Tomas Sedlacek

  1. Christian Felber spricht von positiver Rückkoppelung aber will nicht von einer umlaufgesicherter Währung wissen. (Siehe 50 Vorschläge für eine Bessere Welt)

  2. Hier wird leider nicht die Spreu vom Weizen getrennt. Während Christian Felber mit dem schwammigen Begriff „Gemeinwohlökonomie“ hausieren geht, das in seinen Büchern als ein Sammelsurium von mehr oder wenigen abstrusen Ideen umrissen wird und sich nun als ein Gütesiegel für Unternehmen konkretisiert, für das sich Unternehmen selbst beurteilen und es keine wirklich unabhängige Kontrollinstanz gibt, hat Tomáš Sedlácek ein Standardwerk geschrieben in dem man wirklich sieht, dass er nicht nur über Wirtschaft moralisiert, sondern sie auch studiert hat und sich mit den Standardtheorien auseinandergesetzt hat und ihren Nutzen und ihre Größe kennt.

    Das einzige was Christian Felber allen hinzugekommenen Kritikern des Neo-Liberalismus voraus hat ist, dass er mit seiner Kritik angefangen hat, wo es sich ein studierter Ökonom kaum leisten konnte das zu tun. Das ändert aber kaum daran etwas, dass er von diesem Fach nichts versteht: z.B. Schreibt er dass ein Prozent Vermögenssteuer für die obersten Reichen 10% würde die Staatschulden in 10 Jahren halbieren (Wenn man davon ausgeht dass 10% der obesten Reichsten fünfmal soviel besitzen wie die aktuelle Staatsschulden) Was leider Herr Felber nicht mitberücksicht sind die Zinsen die für die aktuellen Schulden bezahlt werden müssen. Wenn diese über 5% sind wird sich in den nächsten 10 Jahren nichts ändern und in den nächsten 1000 Jahren auch nicht. Und wenn diese auch nicht nicht 5% überschreitet, so wird sich das Ziel immer noch weit nach hinten verschieben. Soweit zu den Zahlen.

    Herr Felber hat leider keine Ahnung von ökonomischen Modellen, sonst würde er sich schämen einen solchen halbgegorenen Stumpfsinn von sich zu geben. Wer seine Bücher liest wird feststellen dass es ein Sammelsurium von allem und nichts handelt, das nur dank seiner tränigen Moralisierungen nicht auseinanderfällt.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s