Elmar, spring da drüber! | Offener Appell an Elmar Pichler Rolle

Elmar Pichler Rolle verstärkt seine Aktivitäten in Hinblick auf die Landtagswahlen im nächsten Jahr. Er muss sich auf die Hinterfüße stellen, er hat keinen Verband, keine Hausmacht und wird als moderner Realo und sozialliberaler Denker und Handler sowie ethnopolitisch kalmierender Pragmatiker SVP-intern tendenziell ausgegrenzt. Dies vor allem von der Durnwalder-Clique und dem Sunnyboy mit großen Plänen, Thomas Widmann sowie jenen, die ihre Hoffnungen mit letzterem verbinden. 

Ich habe persönlich eine hohe Meinung von Elmar Pichler Rolle. Er hat offene und moderne Ansichten, ist sehr belesen und auch über das Jenseits der engen Südtiroler Grenzen gut informiert, er hat als ehemaliger SVP-Stadtpolitiker in Bozen ein sehr ausgleichendes Wesen und profunde Verwaltungserfahrung.

Als Parteiobmann der SVP hat er den sehr mutigen Versuch unternommen, die Partei an Haupt und Gliedern zu modernisieren und ist an dieser Sisyphos-Aufgabe gescheitert. Die alten Machtzirkel in der Volkspartei – jene die gerade wieder die von der Basis gewünschte Vorwahl für den Landeshauptmannkandidaten aushöhlen, um ihre Spielchen weiter betreiben zu können – haben Elmar Pichler Rolle gnadenlos und zynisch an die Wand brettern lassen.

Im Zuge einer jüngst geführten Facebook-Debatte hat Elmar Pichler Rolle folgende Zeilen als Eingangsstatement gepostet:

 

Dieses Statement war für mich der Anlass, einen offenen Appell an Elmar Pichler Rolle zu richten, den ich hier wiedergebe:

 

Elmar, spring da drüber!

Für mich stellt sich immer wieder die zentrale Frage, ob wir weiter Selbstbestimmung in erster Linie als diffus abgegrenztes Gruppenrecht verstehen oder ob es nicht ENDLICH an der Zeit wäre, die Diskussion auf eine individuelle Ebene zu verschieben und den Einzelnen und die Einzelne durch gesellschaftspolitische Rahmenbedingungen und Maßnahmen zu befähigen, den individuellen Spielraum zu nutzen – der war noch nie größer als heute!

Selbstbestimmung als diffus abgegrenztes Gruppenrecht (oder Gruppenwunschrecht) bringt Gruppenzwang, Notlagenbedarf und Unterordnung mit sich. Die Befähigung des Einzelnen und der Einzelnen stärkt das Individuum und macht gemeinschaftliches Handeln in der Folge auf einer neuen Grundlage möglich.

Allerdings ist dieses „neue“ gemeinschaftliche Handeln politisch viel schwerer zu steuern, es kommt von unten, von der Basis, von den Menschen, ihren tatsächlichen Wünschen, Hoffnungen und Zielen, die unter Umständen machtpolitisch nicht opportun sind.

Deshalb wird in Südtirol am in-die-Gruppe-zwingenden und Individuen schädigenden Bauernhofdenken mit Untergangszenario festgehalten.

Elmar, spring da drüber, Du hast das Zeug zum Politiker von morgen!!!!!!

 

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