Alte Soldaten und neue Nazis | ORF dokumentiert Österreichs fragwürdigen Umgang mit der Nazivergangenheit

„Die Stimmen der belasteten Nazis waren für die ÖVP und die SPÖ wichtiger als die Stimmen der Opfer“, damit ist schon sehr viel darüber gesagt, was Gegenstand dieser Filmdokumentation des ORF ist: Der Umgang Österreichs mit seiner eigenen Vergangenheit und vor allem mit der Zeit des Nationalsozialismus ist von viel Verlogenheit und Opportunismus geprägt. Die Dokumentation stellt eine Verbindung zwischen der halbherzigen Aufarbeitung und nicht selten offen gezeigten Sympathien für den Nationalsozialismus in den „Kameradschaften“ und konservativen Bünden oder in den Pilgergängen auf den Kärntner Ulrichsberg und dem in unseren Tagen wieder zunehmenden Zulauf bei Neo-Nazi-Gruppen.

Diese Dokumentation kann auch einen Beitrag zur aktuellen Debatte über die Brixner Grölrockband „Frei.Wild“ leisten, weil sie Mechanismen und Argumentationslinien der Neonazis und Rechtsradikalen aufzeigt. Das gilt auch und in besonderer Weise für den mißbrauchten Begriff „Heimat“.

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