Mein Beitrag zur Seilbahndebatte | brixenplose.wordpress.com

In meinem geliebten Brixen wird gerade intensiv debattiert. Es geht um Initiativen zur Stärkung der Wirtschaft und hier vor allem im Bereich des Tourismus. Bereits in der letzten Amtsperiode des Brixner Gemeinderates wurde mit planerischen Mitteln versucht, die Voraussetzungen für den Tourismus am Ploseberg zu verbessern und die Möglichkeit geschaffen, dort 1000 neue Gästebetten in verschiedenen neu zu errichtenden Hotels zu schaffen.

Investoren wurden gehätschelt und die baurechtlichen Möglichkeiten – zum Beispiel im Fall des geplanten Luxustempels in den Koja-Wiesen – bis über den Anschlag strapaziert. Allein – das Wirtschaftswunder ist ausgeblieben. Die Hoteliersfamilie Sanoner, die ein Resort im Mittelgebirge bauen wollte, hat sich diesbezüglich einstweilen abgemeldet, ein weit fortgeschrittener Hotelbau-Plan des Brixner Gastwirts Markus Huber bleibt in der Schublade, ein anderer Interessent ist ausgestiegen und die Fa. Tourdolomit, das Reiseunternehmen aus dem Hause Athesia,  das Interesse an der Errichtung eines Hotels in St. Andrä bekundet hatte, ist inzwischen in das Thermenhotel in Meran eingestiegen.

Der Grund für die Investoren-Zurückhaltung ist inzwischen gefunden. Offenkundig ist es die schlechte Erreichbarkeit von St. Andrä. Fünfzehn Minuten Bergfahrt auf einer gut ausgebauten Straße können den spendierwilligen Plosenutzern nicht zugemutet werden.

Doch Rettung naht! Eine Seilbahn soll Brixen künftig mit dem Mittelgebirge verbinden. Ein Rat der Weisen aus der Rathausmehrheit, Wirtschaftsvertretern, Experten und Vertretern der Landesverwaltung hat getagt und das Wundermittel vorgeschlagen: Eine 3S-Umlaufkabinenbahn vom Bahnhof zur Talstation der Plosebahn. Diese Lösung soll nun husch-husch durchgedrückt werden. Wenn es sein muss, auch mit einer Volksabstimmung, die vom Koalitionspartner Grüne Bürgerliste gefordert und ins Koalitionsprogramm genommen wurde.

Um die Wunderlösung zu forcieren, hat Willy Vontavon, seines Zeichens SVP-Obmann von Brixen, Gemeinderat dortselbst sowie Herausgeber und Chefredakteur des Stadtblatts „Brixner“ zusammen mit Mitstreitern aus der Wirtschaft ein PRO-Seilbahn-Komittee gegründet und mit großem Pomp und erheblichem mediatischen Aufwand sowie großer Beteiligung der Bevölkerung aus der Taufe gehoben. Der Goliath ist auf den Plan getreten und geht mit großen Schritten zu Werke, zuweilen eng an der Grenze zur Demagogie, so er sie nicht vor lauter Kraft auch immer wieder überschreitet.

Viele Argumente der Seilbahnbefürworter  sind stichhaltig. Es ist aber nicht einzusehen, wieso sie nur für einen der möglichen Realisierungsvorschläge gelten sollen.

Ich bin der Meinung, dass ein breiter Dialog erfolgen soll und dass die beste Lösung bisher noch nicht gefunden wurde. Deshalb habe ich vor einigen Tagen einen spezifischen Blog aufgesetzt und hoffe, dass er Beachtung findet und als Treiber für eine sachliche Auseinandersetzung fungieren kann.

(Quelle: brixenplose.wordpress.com, auf das Bild klicken, um zum Blog zu gelangen)

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