Ein kleiner Beitrag zur Wertedebatte | Neulich in Brixen …

Einem meiner Kinder hat es gefallen, sich den Brixner MinistrantInnen anzuschließen und so wurde Elias heute zusammen mit anderen Neu-MeßdienerInnen im Rahmen einer sehr herzlich und schön gestalteten Feier in die MinistrantInnengemeinschaft aufgenommen.

Ein Anlass für mich, wieder einmal die Meßfeier zu besuchen.

Die Feier war im Gange, als eine alte Frau die Kirche betrat und sich nach einem Platz umsah. Zwei Reihen vor mir standen fünf alte Brixnerinnen in den großzügig bemessenen Kirchenbänken, in denen sechs Menschen reichlich Platz finden.

Dieses wissend stackelte die alte Dame auf die Bankreihe zu und empfing, noch ein-zwei Meter davon entfernt, als erstes Signal vom kirchenselig bankbesetzenden Quintett einen giftigen Blick von der linksaußen stehen Dame, die keinerlei Anstalten machte, auch nur einen Zentimeter  von ihrem Standplatz abzurücken.

Weiter mutig trachtete die neu hinzukommende Dame danach, das Unternehmen Bankplatz erfolgreich zu Höhepunkt und Abschluss zu bringen und machte sich daran, die Kirchenbank zu besteigen, was nicht ohne Mühe seinen Anfang nahm.

Auch nun, da die Absicht der Schwester im Herrn so klar wurde wie Weihwasser, wollte keine Bewegung in die schwarzbemantelt linkaußen an ihrem Seelenheil arbeitende Kampfkatholin kommen. Dies hielt die späteintretende Sünderin allerdings nicht davon ab, sich in die Bankreihe zu zwängen und so brachte sie den Rest der Weihehandlung auf gefühlten 20 Zentimetern Kirchenbank zu, jämmerlich hineingequetscht und auf diese Weise zu einem unchristlichen Übermaß an Buße gezwungen.

Ich bin sicher, dass alle fünf ungnädig bankbesetzenden Rosenkranz-Marathonetinnen die „christlichen Werte“ mit Klauen und auf Kampfmodus gestelltem Kunstgebiss verteidigen und für deren Durchsetzung auch den Märtyrertod in Kauf nehmen würden.

Sie sollen in der Hölle schmoren. Alle fünf!

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Ein Kommentar zu „Ein kleiner Beitrag zur Wertedebatte | Neulich in Brixen …

  1. Genau solche Szenen kann frau in der Kirche immer wieder mal beobachten, die wenigen Male wo ich eine Messfeier besuche. Die Akteure und Akteurinnen, leider muss ich sagen, dass meistens Frauen „die Werte“ in der Kirche mit entschlossenem Eifer verteidigen, sind meist Menschen die mindestens einmal am Tag die hl. Messe besuchen. Meistens denk ich mir dann, die werden es schon notwendig haben. Einmal konnte ich nicht knien, wg. einer Verletzung, da hat mich eine ältere Frau, die hinter mir saß, die ganze Zeit mit ihren Fingern angestupst. Ich war so perplex, ob solcher Bosheit, sodass ich nicht mal imstande war, etwas zu sagen. Nochmals würde mir das nicht passieren. Die erwähnte Frau muss auch jeden Tag zur Messe: Wen wunderts!

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