Falle TTIP/TAFTA | Am Beispiel von Glyphosat

Europa hat relativ hohe Standards für den Pestizideinsatz. Das Vorsorgeprinzip ist ein wichtiger Garant dafür, dass nur Mittel zugelassen werden, deren Produzenten in umfangreichen Testverfahren den Nachweis erbringen, dass deren Auswirkungen im Rahmen der gesetzlichen Grenzwerte bleiben.

In den USA gilt das Vorsorgeprinzip nicht. Dort reicht eine so genannte „wissenschaftsbasierte Risikoeinschätzung“. Und wenn man weiß, wer die Wissenschaft im neoliberalen US-Wirtschaftssystem hauptsächlich finanziert, dann wird einem bewußt, welchen Einfluss Konzerne und Lobby-Organisationen darauf nehmen können.

Eklatantes Beispiel für die „Wirksamkeit“ der US-Methoden ist der Umstand, dass in den USA in der Muttermilch bereits Glyphosat-Werte gefunden wurden, die die EU-Grenzwerte um das bis zu 1.600-fache überschreiten (Das Tausdendsechshundertfache! Kein Fehler!).

Mit den so genannten Freihandelsabkommen wie TTIP/TAFTA oder CETA versuchen die Lobbyisten der Großindustrie, die bei den streng geheimen Verhandlungsrunden immer dabei sind, die für sie harten EU-Standards aufzulockern. Gesundheitsbedenken werden plötzlich zu Handelshemmnissen, die in Zukunft mit Hilfe fragwürdiger Investorenschutzklauseln und den darin vorgesehen Schiedsgerichten an der ordentlichen Gerichtsbarkeit vorbei ausgehebelt werden könnten.

Das ZDF-Magazin WISO hat in einer kurzen Reportage am Beispiel des bedenklichen Wirkstoffs Glyphosat aufgezeigt, wie Europas Standards durch die TTIP-Verhandlungen unter Druck geraten.

ZDF Monitor Glyphosat

 

Ein Kommentar zu „Falle TTIP/TAFTA | Am Beispiel von Glyphosat

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