Angst in Villen und Palästen | Da hört Demokratie dann auf…

Die Griechen wählen in Kürze und es besteht – je nach Standpunkt – Hoffnung oder Gefahr, dass Alexis Tsipras und seine Partei Syriza von den WählerInnen eine bedeutende Rolle erhalten, vielleicht sogar den Regierungsauftrag.

Das sorgt für Stirnrunzeln und Sorgenfalten bei Frau Merkel und anderen Bannerträgern des US-europäischen Neoliberalismus. Demokratie und Wahlen werden schon recht sein, hört man sie zwischen den Zeilen brummen, aber allzu weit sollte das dann doch nicht gehen. Deutlich die Warnung: Griechen, wählt mir ja nicht die Falschen!

Alexis Tsipras
Sorgt für Nadelstreifen-Fracksausen in US-Europa: Alexis Tsipras und seine Partei Syriza

Tsipras ist eine spannende Politikerpersönlichkeit und für mich der lebendige Beweis, dass Krisen neue Sichtweisen und Handlungsmöglichkeiten mit sich bringen können und dass es Hoffnung gibt, andere Wege aus der Krise zu finden, als jenen des Großkapitals, der darin besteht, „Wachstum“ zu schaffen und damit Reiche reicher werden zu lassen.

Ich halte ihm und Syriza auf jeden Fall beide Daumen und erwarte mir ein starkes antikapitalistisches Lebenszeichen aus dem Land der Griechen, deren grandiose Vorvorvorväter beachtlichen Anteil an der Idee und am Aufbau Europas haben. Europa muss sich aus der Geiselhaft des US-geprägten Großkapitalismus befreien und einen eigenen Block in der Weltpolitik bilden, der von zentralen europäischen Werten und der Kraft von Kultur und Bildung getragen wird und nicht nur in Dollarbeträgen in den Händen der „Richtigen“ seinen Ausdruck findet.

Jakob Augstein hat auf SPIEGEL online eine sehr treffende Kolumne zu diesem Thema geschrieben.
(auf das Bild klicken, um auf SPIEGEL online zu gelangen)Spiegel - Augstein Wahl Griechenland Jan 2015

3 Kommentare zu „Angst in Villen und Palästen | Da hört Demokratie dann auf…

  1. Ein gutes neues Jahr Markus!
    Ja, in Europa darf man wieder hoffen! Syriza in Griechenland, Podemos in Spanien und und und… Wie es aussieht, die Linke (die Sozialdemokraten lasse ich außen vor!) ist wiederauferstanden und das ist gut so! Übrigens, was ist aus L´altra Europa con Tsipras geworden? Bei der EU-Wahl haben sie einen Achtungserfolg eingefahren und dieses Wahlbündnis wäre sicherlich noch einen Versuch wert!

    1. Auch Dir ein gutes Neues! Ja, die Erneuerung auf der linken Seite kommt nicht aus dem politischen Establishment. Die Sozialdemokraten und die Grünen sind schon fest in die neoliberale Sachzwangallianz eingebunden. Oktavia Brugger war bei den EU-Wahlen eine glaubwürdige Kandidatin für die Tsipras-Liste und auch wirklich überzeugt davon, aus der klassischen linken Ecke heraus etwas dagegen zu unternehmen, dass aus der EU zunehmend US-Europa wird.

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