Wir machen satt? Und wir haben es satt! | „Der kritische Agrarbericht“ beschäftigt sich mit Mals

Berlin – Eine Entwicklungsgeschichte der Malser Volksabstimmung ist im diesjährigen „Kritischen Agrarbericht“ nachzulesen. Großer Anklang für das Thema der kleinen Gemeinde bei der deutschsprachigen Presse.

Eine Pressemitteilung von Hollawint

Cover Kritischer AgrarberichtWährend der Pressekonferenz des Agrarbündnisses auf der Grünen Woche Berlin stellte der Geschäftsführer des Zusammenschlusses von 25 Initiativen und Verbänden, Frieder Thomas, den aktuellen Kritischen Agrarbericht vor: 300 Seiten, die konkrete Kritik an der immer noch praktizierten „Wachsen oder Weichen“-Politik laut werden lassen und die mit durchdachten Vorschlägen für eine enkelgerechte, sozial- und umweltverträgliche Landwirtschaft in Europa plädieren. Der Kritische Agrarbericht, der das Thema „Agrarindustrie und Bäuerlichkeit“ als diesjährigen Schwerpunkt setzte, hat auch einen Bericht über die Entstehungsgeschichte der Malser Volksabstimmung auf seinen Seiten.

 

Am gleichen Tag fanden Pressekonferenzen mit dem Bundesminister für Landwirtschaft, Christian Schmidt, dem Präsidenten des deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, sowie dem seit kurzem amtierenden EU-Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, Phil Hogan statt. Die Forderungen für mehr heimische Bioprodukte, die Gefahren des Handelsabkommens TTIP für Umwelt- und Lebensmittelstandards und ein lauter Ruf nach einer bäuerlichen Landwirtschaft, die Ökologie und Landwirtschaft in Einklang bringt, ohne nach einem schon lange nicht mehr tragbaren „Mehr“ zu schreien, wurden ebenso diskutiert. Während Bundesminister Schmidt vor allem Zukunft im Lebensmittelexport und einer wirtschaftlichen Weiterentwicklung sieht, fordern Umwelt- und Tierschützer und etliche Bauern ein konsequentes Umdenken in der landwirtschaftlichen Praxis und der Politik. Hubert Weiger, Vorsitzender des Bundes für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) als auch der Bundesgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft, Georg Janßen riefen zur Teilnahme an der jährlich stattfindenden Demonstration „Wir haben es satt“ in Berlin am Samstag, den 17. Januar auf. Die Rufe nach einer Umkehr in der Landwirtschaftspolitik in der EU werden jedes Jahr lauter – wie unter anderem das Kippen des Entwurfes für die Saatgutverordnung in der EU im vergangenen Jahr zeigte. Doch die politischen Akteure, die eine export- und industriell orientierte Landwirtschaft – die sich vor allem für den Weltmarkt fit zu machen versucht – vorantreiben wollen, sind weiterhin am Zug. TTIP, CETA, Flächenprämien, Subventionen für Großbetriebe und subventionierte Produkte, die als Überschüsse in anderen Ländern kleine Märkte zerstören und fallende Milchquoten in diesem Jahr werden weiterhin Thema bleiben.

 

Bestellmöglichkeit
Die Printausgabe des Kritischen Agrarberichts kann bestellt werden bei:

ABL Verlag
Vera Thiel
Bahnhofstr. 31
D-59065 Hamm

Fon: 02381 / 492288
Fax: 02381 / 492221

E-mail: verlag@bauernstimme.de
Internet: www.bauernstimme.de

 
Advertisements

Ein Kommentar zu „Wir machen satt? Und wir haben es satt! | „Der kritische Agrarbericht“ beschäftigt sich mit Mals

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s