An den Besten orientieren! | Dänemark verdoppelt Bio-Anbau

„Dänemark hat in aller Stille ein ungeheuer ehrgeiziges Landwirtschaftsprogramm aufgelegt: Die Anzahl von Bioanbauflächen im Land soll verdoppelt werden, um den steigenden Bedarf an „Bio-Lebensmitteln“ zu decken.“

So beginnt ein interessanter Beitrag auf querdenken.tv, in dem das interessante Projekt und dessen Hintergründe dargestellt werden.

Hier können Sie den Artikel auf den Seiten von querdenken.tv lesen:
(auf das Bild klicken, um zum Artikel zu gelangen)
querdenken tv ausschnitt

 

Und was machen wir?
Südtirol ist ein großer Garten im Herzen von Europa. Oder könnte es zumindest sein. Denn ein großer Teil der Landwirtchaftsflächen verkommt immer mehr zu Monokulturen mit Apfelkrüppeln, die den Namen Baum schon lange nicht mehr verdienen. Dazu kommen Hagelnetze (und morgen Folien- oder Glashäuser?), die weiten Teilen des Unterlands und des Etschtales den Charakter eines Industriegebietes verleihen.

Im Obervinschgau ist man über diese Entwicklung besorgt und möchte nicht, dass die wunderschöne Landschaft rund um die Malser Heide bald so aussieht, wie die Agrar-Hochleistungsflächen im Rest des Landes.  Die BürgerInnen der Gemeinde Mals haben mit eindrucksvoller Mehrheit beim Anti-Pestizid-Referendum beschlossen, dass sie in ihrem Gemeindegebiet keine Pestizide mehr eingesetzt haben wollen.

Dem Referendum vorausgegangen sind intensive Studien und eine profunde Vorbereitungsarbeit, in deren Rahmen schlüssig aufgezeigt wurde, dass es in Sachen Landwirtschaftsproduktion und -vermarktung in Südtirol schon fünf vor zwölf ist.

Pestizideinsatz mit Abdrift Nebel

 

Pestizide driften ab und verunreinigen Nachbargrundstücke – dort ist keine Bio-Produktion mehr möglich

Ein Ausweg aus dieser Sackgasse könnte die Bio-Region Obervinschgau sein, in der verschiedene Kulturarten und landwirtschaftliche Produktionstätigkeiten nebeneinander bestehen könnten, ohne sich gegenseitig zu schädigen, wie es heute der Fall ist: Einige Bio-Bauern dürfen das Gras ihrer Wiesen nicht mehr an ihre Tiere verfüttern, weil die Besitzer benachbarter Grundstücke auf Obstanbau umgestiegen sind und Pestizide einsetzen, die auch auf ihre Grundstücke gelangen.

Die vorausblickende Entscheidung der dänischen Regierung weist den Weg. Wir sollten es nicht versäumen, den selben Weg zu beschreiten.

 

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2 Kommentare zu „An den Besten orientieren! | Dänemark verdoppelt Bio-Anbau

  1. Bauern sind zäh im Umdenken. Ich habe das in meinem Kurs als Genussbotschafter feststellen können, als ich auf die giftbespritzte Sklavenhaltung der Apfelbäume hinwies (am Boden darunter wächst nicht mal mehr Gras!) und dass ich Südtiroler Äpfel nur noch als Deko in die Schale lege um sie dann bei Fäulnis direkt im Restmüll zu entsorgen. Sie schmecken ja wie wässrig-süßes Styropor auch wenn jetzt einige der Clubsorten auf knackig machen. Da habe ich ganz schön was aufs Dach bekommen! Ich wurde nur von einem Vinschger Obstbauern unterstützt, der auf Bio umgestellt hat, nicht mehr Gift spritzt und seitdem von seiner chronischen Krankheit geheilt ist. Es bestehen also mehrere Hoffnungen:
    1. Dass niemand mehr das Zeug will
    2. Das sich die Giftspritzer selbst vergiften
    3. Streuobstwiesen wieder gepflegt werden
    4. Und interessierte Bauern mal nach Dänemark reisen.
    Dänemark hat eine Giftvergangenheit hinter sich: vor etwa zwei Jahrzehnten waren fast alle stehenden Gewässer biologisch tot aufgrund des Düngereintrags der für die Viehwirtschaft überdüngten Wiesen. Das Schweinefleisch bestand nur noch aus Wasser und Fett und die berühmte rote Grütze strotzte vor Gift. Aber sie haben die Konsequenzen gezogen und leben auch ohne die laschen Vorschriften aus Brüssel (auf die sich die Giftmischer in Mals beziehen) und ohne den Euro zwar teuer aber gut und essen offenbar jetzt gesünder.
    Apropos Mals: bald sind Wahlen und der Spuk des dortigen Gemeinderates wird hoffentlich ein abgewähltes Ende haben.
    Ach ja – auch die Bozner sollten sich gut überlegen ob sie die Benkokasper um Spagnolli &Co. nochmals wählen!

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