Flexibel und schonend | Dezentrale Stromproduktion am Beispiel der Strombojen in der Aare

Wenn Phantasie und Kreativität in Bewegung geraten ist vieles möglich. Jahrzehntelang wollte man uns weismachen, dass Stromproduktion nur in großen Kraftwerken Sinn macht und wirtschaftlich ist und dass es am besten ist, wenn man den Dampf mit Atomkraft produziert.

Bei der Energieversorgung stehen sich heute zwei Denkschulen gegenüber. Zum einen jene der Konzerne, die möglichst weiterhin dafür sorgen wollen, Energie zentral und somit auch leicht kontrollier- und handelbar zu erzeugen. Der Irrsinn DESERTEC steht stellvertretend für die Fortschreibung des großindustriellen Modells der Mächtigen. Riesige Anlagen in der Sahara, zentrale Hochspannungs-Backbones riesigen Ausmaßes durch Afrika und Europa – da kommen die Wirtschaftskapitäne ins Schwärmen – und stecken ihre Freunde in der Politik mit ihrer Begeisterung (und wohl auch mit anderen Mitteln) an.

Das Gegenmodell sind vielfältige regionale Energiemixes auf der Grundlage der regional verfügbaren Ressourcen und eine intelligente Vernetzung der regionalen Kapazitäten über so genannte SMART GRIDS, das wären intelligente Strommetze die untereinander zusammenhängen und Energiespitzen austauschen oder bereitstellen können.

Vor fünfzehn Jahren hätte man jemanden noch ausgelacht, der beispielsweise für Bayern vorgeschlagen hätte, Strom in großen Mengen aus Solar- und Windanlagen zu beziehen und für die Stoßzeiten oder Produktionsrückgänge Strom aus Wasserkraft zu beziehen, der aus kurzfristig hochgefahrenen Kraftwerken zugeliefert wird. Fakt ist, dass im Vorjahr ein Staatsvertrag zwischen Bayern und Österreich unterschrieben wurde, der genau dies vorsieht und auch noch die Lieferung überschüssigen Stroms aus Sonne und Wind für das Pumpspeicherwerk Kaprun regelt.

Ein weiterer Mosaikstein in der regionalen Stromproduktion geht gerade in der Schweiz in Betrieb. In der Aare bei Brugg sollen sechs so genannte Strombojen installiert werden und Strom für rund 500 Haushalte liefern.

Über die Technik, die Kosten, die Herausforderungen und die erwarteten Ergebnisse berichtet die AARGAUER ZEITUNG.

(auf das Bild klicken, um zum Artikel in der AARGAUER ZEITUNG zu gelangen)
Strombojen Aare Aargauer Nachrichten Mai 2015

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2 Kommentare zu „Flexibel und schonend | Dezentrale Stromproduktion am Beispiel der Strombojen in der Aare

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