Fahrspass und gutes Gewissen | Eine Fahrt mit dem E-UP von Carsharing Südtirol

Ich hatte heute auf dem Ritten zu tun, ziemlich abseits von Öffis und so habe ich mir ein Elektro-Carsharing-Auto geliehen. Ein Fahrbericht.

Ich bin nun seit fast einem Jahr mit Carsharing unterwegs und habe damit sehr positive Erfahrungen gemacht. In Kürze werde ich eine Jahresbilanz ziehen und darlegen, wie sich mein Mobilitätsverhalten im ersten Carsharing-Jahr verändert hat und wie es diesbezüglich mit den Kosten aussieht.

Heute habe zum ersten Mal den E-UP von VW benutzt, der in der Piavestraße in Bozen stationiert ist. Als ich hinkam, war der Wagen an die Stromsäule angeschlossen. Der Wagen, der vorher gebucht werden muss, öffnete sich wie gewohnt durch das Heranführen der Südtirol-Card an eine Lesegerät an der Windschutzscheibe.

Carsharing E-UP Feb 2016
Da steht er und wartet auf mich: „Mein“ Carsharing E-UP

Im Wagen befindet sich der Zündschlüssel und eine Magnetkarte, die an der Stromsäule eingelesen wird, um die Steckdosenverankerung freizugeben. Dort wo normalerweise der Tankfüllstutzen ist, liegt die zweite Steckdose, der Kabel wird entfernt und im Kofferraum verstaut.

Dann wird der Zündschlüssel an der selben Stelle wie bei anderen Auto auch in das Zündschloss eingeführt und bei gedrücktem Bremspedal und bei Automatikeinstellung P (Parkmodus) bis zum Anschlag gedreht. Nach ein-zwei Sekunden erscheint die Schrift „ready“ auf den Tacho und es kann losgehen. Die Automatikschaltung entspricht den gängigen Schaltstufen, der Schalthebel wird auf Position D (Drive) gebracht, die Handbremse gelöst und schon geht’s los.

Der Antritt des Wagens ist nachgerade berauschend. Ohne Gebrumm oder Vibration setzt sich der Kleinwagen in Bewegung und reagiert sofort und kräftig auf das Gaspedal. Die Fahrt auf der Rittner Straße ist ein wahrer Hochgenuß für den wendigen Kleinwagen, der mit Elektroantrieb äußert sportlich bewegt werden kann.

Bei sportlicher Fahrweise und Bergfahrt erinnert das Elektroauto an seine Grenzen, denn die Reichweite nimmt schneller ab, als die gefahrenen Kilometer vermuten lassen. So nahm die Reichweite von den ursprüglichen 110 auf 40 km ab, als ich nach etwas mehr als zwanzig Kilometern am Ziel angekommen war. Ich muss aber zugeben, dass ich es dabei ziemlich sportlich angegangen bin und einige Überholmanöver hinter mich brachte, die mich jedes Mal durch Spurtstärke und geschmeidige Beschleunigung überraschten.

Die angeknackste Reichweite nahm dann beim Abwärtsfahren schnell wieder zu, da die Bremsenergie wieder in Strom rückgewandelt wird. Es gäbe auch einen Rekuperationsmodus bei Abwärtsfahrten, den ich aber nicht eingeschaltet habe.
Carsharing E-UP Feb 2016 Tacho
Der Tacho des E-UP zeigt Geschwindigkeit, Ladestand, Drehzahl und die Ladeintensität beim Bremsen

Nach etwas mehr als 40 gefahrenen Kilometern wieder in Bozen angekommen, hätte ich noch Saft für 55 Kilometer gehabt, bevor der Wagen wieder an die Stromsäule muss. Im Winter ist die Reichweite der E-Autos wegen geringerer Akku-Leistung etwas geringer und wer die Heizung braucht, muss auch etwas Reichweite in den Komfort investieren.

Fazit: Elektro-Autofahren macht riesigen Spaß. In den nächsten Jahren wird die Akkuleistung und damit die Reichweite erheblich steigen und wenn dann mal so an die 350 und mehr Kilometer drin sind – was beispielsweise bei TESLA-Modellen der Fall ist – wird E-Mobilität noch attraktiver.  Vor allem, wenn es wie bei den TESLA-Superchargern möglich ist, in 30 Minuten wieder Strom für mehr als 250 km zu laden.

 

 

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