„Wir haben besondere Bürger, weil wir es zulassen.“ | Der Malser Bürgermeister im Gespräch

Mit Begeisterung, Freude und Dankbarkeit habe ich mich am Montag an der Gründung der Bürgergenossenschaft Obervinschgau beteiligt. Begeisterung, weil darin der Kern für sehr viel Gutes und Neues liegt. Freude, weil ich vielleicht dabei mithelfen kann, von Mals aus Europa zu verändern. Dankbarkeit, weil einige besondere Menschen einen harten, langen und steinigen Weg auf sich genommen haben, um zuerst ihre kleine Welt und dann auch die große ein Stück weit menschlicher, gesünder, solidarischer, nachhaltiger und zukunftsfähiger zu machen.

Einer dieser besonderen Menschen ist Uli Veith, der 2015 mit einem starken Votum als Bürgermeister von Mals bestätigt wurde, obwohl das örtliche und regionale politische Establishment massiv gegen den 45jährigen Bürgermeister vorzugehen versuchte. Da es im Vorfeld nicht gelungen war, Uli Veith von der SVP-Liste zu mobben, wurde unter der verdeckten Beteiligung örtlicher SVP-Granden sogar eine Gegenliste gebastelt, um Veith aus dem Rennen zu werfen. Der Grund: In Veith’s Amtstzeit fällt das historische Antipestizidreferendum, das im September 2014 zu einen sehr eindeutigen Ergebnis führte: Über 75% der Malser BürgerInnen lehnen die Ausbringung bestimmter Pestizide im Gemeindegebiet ab.

Seither arbeiten Uli Veith und seine Mitstreiter an einer hieb- und stichfesten Verordnung, die die Umsetzung des WählerInnen-Willens sicher stellt und gegen die sich die mächtige Pestizidlobby nicht durchsetzen kann.

Wer ist nun dieser bemerkenswerte Kämpfer?

Am besten ist, wenn er sich selbst vorstellen kann. Ich habe dafür zwei Dokumente eingefügt. Einmal handelt es sich um einen Video-Clip, den Alexander Schiebel erstellt und auf seiner Web-Seite „Das Wunder von Mals“ veröffentlicht hat. Alexander Schiebel arbeitet an einem gleichnamigen Dokumentarfilm, in dem er Motive, Geschichte und Perspektiven des Antipestizidreferendums darstellt.

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Als zweites Dokument biete ich hier die Tonaufnahme des Ostwest/Zigori-Clubabends vom 11. November 2015, zu dem ich den verdienstvollen Hauptbetreiber des Referendumsprojektes, den Malser Apotheker Johannes Fragner Unterpertinger und eben Uli Veith eingeladen hatte. Im rund zweistündigen Gespräch kommen viele Details rund um die Ausgangssituation in Mals, das Pestizidreferendum und dessen teilweise sehr unguten Begleitumstände zur Sprache.

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