Haarsträubende Methoden von Monsanto | Cashcow Glyphosat vor dem Aus?

Glyphosat steht schon lange in der Kritik. Das Herbizid ist das bei weitem meistverkaufte Pflanzentötungsmittel, der amerikanische Konzern Monsanto macht damit weltweit einen Umsatz von annähernd 5 Milliarden Dollar.

stop glyphosatEs gibt konkrete Erkenntnisse, dass Glyphosat krebserregend ist. Diese These taucht in verschiedenen Studien auf und war auch auf diesem Blog schon mehrfach Gegenstand von Artikeln und Kommentaren.

Es geht also um den Schutz der Menschen, der Tiere und der Umwelt, wenn die EU-Kommission Ende 2017 über die Verlängerung der Handelsgenehmigung für Glyphosat entscheiden muss. Diesem Schutzbedürfnis steht das gewichtige Argument des Milliardenumsatzes gegenüber und es steht zu befürchten, dass der schnöde Mammon den vielfach mit Industrielobbies verknüpften EU-Kommissaren näher steht, als der Schutz von Mensch, Tier und Umwelt.

Zumal Monsanto jetzt ja auf dem Weg ist, ein „europäisches“ Unternehmen zu werden. Bayer übernimmt Monsanto. Was nach einem respektablen Sieg im Wirtschaftskrieg aussieht, ist in Wirklichkeit nur eine finanztechnische Operation im Interesse wichtiger Finanzhaie und deren Fonds (was da dahintersteckt, können Sie im Artikel über den Blackrock-Kapitalismus lesen, der hier im Oktober 2016 erschienen ist).

Es ist bezeichnend, dass Monsanto nicht so sehr die Behörden fürchten muss, wenn es um die Verlängerung der Zulassung für Glyphosat geht, sondern dass es NGOs und Bürgerinitiativen sind, die Druck auf die Politik ausüben und mit viel Akribie und Energie aufzeigen, mit welchen fiesen Tricks die Konzerne arbeiten, um ihre Geschäftsinteressen durchzusetzen.

Logo UmweltinstitutDas Umweltinstitut München spielt dabei eine herausragende Rolle. Es handelt sich dabei um einen Verein, der in der Nähe des Münchner Hauptbahnhofes, in der Landwehrstraße, seinen Sitz hat. Der Verein wurde unmittelbar nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl gegründet und sich gegen Atomkraft, für gentechnikfreies Essen, für eine nachhaltige Energiewende und für den ökologischen Landbau einsetzt. Über 6.000 Fördermitglieder ermöglichen die hoch qualifizierte Arbeit eines Team von 19 ExpertInnen.

Das Umweltinstitut in München verfolgt die Anti-Pestizid-Initiative im Obervinschgau vom Anfang an mit und hat jüngst eine Mitmach-Aktion gestartet, in deren Verlauf über 15.000 Unterstützungsmails an Landeshauptmann Kompatscher übermittelt wurden.

Zurück zum Glyphosat. Das Umweltinstitut hat eine umfangreiche Dokumentation gegen das Pflanzentötungsmittel zusammengetragen und auch eine Reihe von Videos veröffentlicht, von denen ich hier eines einstelle, weil ich es von hohem dokumentarischen Wert halte:

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